Warum ist die Einbeziehung des Systems so wichtig?

Wir alle bewegen uns tagtäglich in unterschiedlichen Systemen, die sowohl unser Handeln als auch unser Denken maßgeblich beeinflussen. In der systemischen Beratung und Therapie wird davon ausgegangen, dass jede Handlung eines Individuums beeinflusst und somit auch bedingt wird, durch das System bzw. die Systeme, indem sich die Person bewegt. Hierbei ist es wichtig zu betonen, dass nicht von einem häufig bekanntem Ursache-Wirkungs-Muster ausgegangen wird,

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sondern das System als Ganzes in den Fokus rückt und davon ausgegangen wird, das indem alle Handlungen von Personen zirkulär beeinflussen und gegenseitig bedingen.

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Innerhalb der zirkulären Betrachtungsweise ist es aus systemtheoretischer Sicht, und somit auch in der systemischen Beratung und Therapie, irrelevant an welchem Punkt die Zirkularität unterbrochen und somit eine Veränderung herbeigeführt wird. Vielmehr geht es darum, dass jede noch so kleine Veränderung innerhalb des Systems zu einer Gesamtveränderung des ganzen Systems führt.

“Grundlegend für die systemtheoretische Betrachtungsweise ist die Annahme, daß ‘Störungen’ nicht so sehr die Eigenarten eines Individuums widerspiegeln, sondern sozusagen auf einer systematisch mißglückten Form des Aneinandergeratens beruhen” (Schulz von Thun, 2006, S.87).